Harira, viel mehr als nur eine Suppe

Harira und Ramadan, noch enger können ein Gericht und eine Zeitspanne kaum miteinander verbunden sein. Es gibt wohl niemanden in Marokko, der den Fastentag nicht mit dieser dickflüssigen, nahrhaften und leckeren Suppe und ein paar Datteln beenden würde. Wer es noch süßer mag, isst oder reicht dazu Chbakia (Schebbakia), dieses fett- und honigtriefende und über alle Maßen köstliche Ramadan-Gebäck.

 

Harira, viel mehr als nur eine Suppe, Foto: Muriel BrunswigAuch wenn eine richtige Harira in traditionellen marokkanischen Familien nur während des Ramadans zuhause gegessen wird, so gibt es doch diverse Möglichkeiten auch unter dem Jahr an die herrliche Suppe zu kommen. Vor allem an den vielen Garständen rund um den Dejmaa el Fna, aber auch sonst überall an Garständen im Land. Außerdem gibt es in vielen Restaurants und Hotels die gute Suppe, die immer mit Hülsenfrüchten und Tomaten gekocht wird, meist auch mit ein wenig Lammfleisch, Nudeln und bisweilen sogar Reis. Mit dem richtigen Rezept kann man Harira natürlich auch daheim nachkochen! Und tatsächlich ist es überhaupt nicht kompliziert – dafür aber um so leckerer!

Das Fleisch muss nicht sein, ist aber lecker, man kann es aber z.B. auch mit Tintenfisch ersetzen und dafür die Linsen weglassen…. Außerdem kann man noch Safran dazu geben, dann ist es um so edler – aber eben auch deutlich teurer. Ihr seht schon: Harira gibt es wirklich in 1001 Variation. Hier kommt eine meiner liebsten Varianten:

Zutaten für 4 bis 6 Personen:

  • Harira Zutaten, Foto: Muriel BrunswigOlivenöl zum Anbraten
  • 350 gr. Lammfleisch,
    gerne auch einen Knochen oder Lammfett
  • 1 Zwiebel
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Karotten
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 kleine Handvoll Reis
  • 1 kleine Handvoll rote Linsen
  • 1 kleine Handvoll Vermicelles-Nudeln
  • 1 kleine Dose Kichererbsen
  • 3 TL Ra's el Hanout
  • 1 Prise Safran
  • 1 Bund Koriander
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Harissa
  • Salz/Pfeffer
  • Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung:

  1. Zwiebeln, Koriander und Petersilie fein hacken, das Fleisch in ca. 2 cm große Würfel und das Gemüse in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

  2. Zuerst das Fleisch, danach die Zwiebeln und die Gemüsewürfel sanft anbraten. Sobald diese Farbe angenommen haben, die Gewürze und das Harissa dazu geben und mit so viel Wasser aufgießen, dass alles bedeckt ist. Kräftig rühren, damit sich alle Röstaromen lösen.

  3. Nun das Tomatenmark und die Tomatendose zugeben sowie die Hälfte der Kräuter und die Linsen, die Kichererbsen und den Reis. Danach mit so viel Wasser aufgießen, bis die Flüssigkeit gut 2 bis 3 cm über dem Gemüse steht. Für rund 40 bis 50 Min. kochen (das Fleisch sollte weich sein, aber nicht zerfallen), dabei immer wieder umrühren, damit sich nichts unten ansetzt. Ggf. Wasser zugeben. Die Suppe sollte nun eine dicke, aber keine allzu eintopfartige Konsistenz haben.

  4. Erst jetzt wird die Suppe gesalzen. Nun die Nudeln zugeben und diese in 5 Min. gar kochen. Ganz zum Schloss die restlichen Kräuter unterrühren und min. weitere 5 Min. garziehen lassen. Mit Salz, frischem Pfeffer und evtl. Zitronensaft abschmecken.

Tipp:

Sollte aus irgendeinem Grund die Suppe nicht dickflüssig genug sein, kann man 1 EL Mehl in Wasser auflösen und bei Schritt 4 unter die Suppe rühren.

Mehr über Muriel Brunswig erfahren Sie hier


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