Ibn Al-Arabi - Ibn Arabi, ein bedeutender arabischer Philosoph

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Ibn Arabi, ein bedeutender arabischer Philosoph

Ibn Arabi war zweifelsohne ein bedeutender arabischer Philosoph, der primus inter pares unter den Philosophen der Mystik, aber (Kreuzer Johann, Augustinus zur Einführung, Campus Verlag, Frankfurt a.M./New York, 1995, S. 162 127 40 Al-Arabi *1165) er war sicherlich nicht ein islamischer Philosoph. Seine Werke zeugen von einem genialen Menschen und sind auch ein Beweis für die Dynamik und Offenheit der islamischen Religion anderen Philosophen gegenüber, ja sogar, wenn die islamischen Grundsätze angegriffen wurden.

Ibn Arabi ist nicht verfolgt worden, er ist nicht verbrannt worden, nein, er durfte seine Werke schreiben und sie verbreiten, ohne dabei um sein Leben fürchten zu müssen. Wäre solch ein Philosoph im 13. Jahrhundert mit solchen Aussagen im christlichen Abendland denkbar? […]

Ibn Arabi gilt als Großscheich des Sufismus bzw. als der Vordenker des Sufismus. Bereits 1172 machte er seinen Magister in den Religionswissenschaften in Sevilla, danach begann seine Reise durch das ostislamische Reich. 1193 reiste er erstmalig nach Mekka, um von da aus nach Bagdad und Kleinasien weiterzureisen. Ein stets Suchender. Bereits 1214 kehrte er wieder nach Mekka zurück. Während dieser Pilgerfahrt verfasste er die 61 mystischen Oden. Es handelt sich um Liebesgedichte in beduinischem Stil. In Aleppo schrieb er einen kurzen Kommentar bzw. eine Deutung dieser Liebesgeschichte.

Der Sufismus des Ibn Arabi ist das Ergebnis einer Mixtur aus christlicher, griechischer und persischer Philosophie. Die sufistische Lehre des Ibn Arabi ist auch hierarchisch strukturiert. Gott ist das reine, absolute Licht. Die unteren Schichten können sich durch Abstreifen der Materie und Religiosität auf eine höhere Stufe im Tempel des Lichtes hinaufarbeiten. Der Mensch muss bereit sein die Leidenschaft, die Leiden schafft, zu bekämpfen. Ibn Arabi plädiert den Verzicht auf irdischen Luxus und sah im Tod die Rückkehr zum Licht, zu Gott. „Die Reise, welche der Jünger auf diesem (mystischen) Pfade beginnt, ist die des beschaulichen Lebens; auf diesem Pfade sind Stationen, Stätten oder Ständchen und Zustände der Begeisterung. […]

Pole der Mystik sind das Denken und die Erwähnung des Namen Gottes
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