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Marrakesch, die magische Metropole

Ein Rausch der Farben, Formen und Klänge. Mitten im Gassengewirr öffnet sich plötzlich ein weiterer Platz, der Rahba EL Kdima, einst Sklavenmarkt, heute der beste Platz für Gewürze, Essenzen und Mixturen. Es duftet nach Moschus, Rosen und Safran. Von hier ist es nicht mehr weit zum berühmten Platz Jamaa-el-Fna. Unvergleichlich ist die Atmosphäre auf diesem Hauptplatz.

 

Marrakesch, Hotelanlage nahe der Altstadt. So laden viele wellness-Oasen zur Entspannung!Wie eine Fata Morgana erscheint das Stadtbild vor der Kulisse des schneebedeckten Atlasgebirges. Ein Meer von Palmen hinter der mächtigen Lehmmauer aus der Zeit der Almoraviden. Unter ihrer Herrschaft erlebte die Stadt ihre erste Blüte. Damals entstanden auch die ersten Palmenhaine. 1147 stürmten die Almohaden die Stadt, zerstörten alte Bauten und errichteten neue, wie die berühmte Koutoubia-Moschee, deren Minarett der Giralda von Sevilla als Vorbild diente. Den Zenit ihrer Macht erlebte Marrakesch ab 1184 unter dem legendären Sultan Yacoub eI Mansour. Mit 150.000 Einwohnern zählte sie im Mittelalter zu den bedeutendsten arabischen Städten.

Ein Rausch der Farben, Formen und Klänge. Mitten im Gassengewirr öffnet sich plötzlich ein weiterer Platz, der Rahba EL Kdima, einst Sklavenmarkt, heute der beste Platz für Gewürze, Essenzen und Mixturen. Es duftet nach Moschus, Rosen und Safran. Von hier ist es nicht mehr weit zum berühmten Platz Jamaa-el-Fna. Unvergleichlich ist die Atmosphäre auf diesem Hauptplatz, wo jeden Tag aufs Neue ein faszinierendes Freiluft-Varieté stattfindet: Gaukler, Akrobaten, Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer, Musikanten und andere malerisches Spielleute stellen hier ihre Künste zur Schau.

Marrakeschs einzigartige „Bühne des Lebens wurde von der UNESCO zum mündlichen Weltkulturerbe geadelt“.

Jamaa El-Fna, Platz der Wunder!

Marrakech, die magische Metropole, Foto: Eberard HahneEigentlich sollte der Platz Jamaa-el-Fna „Platz der Wunder“ heißen. Aber die wörtliche Übersetzung des Namens lautet „Platz der Geköpften“, könnte auch „Platz des Untergangs“ bedeuten. Hier sollen früher die abgeschlagenen Köpfe der Hingerichteten zur Schau gestellt worden sein. Auch heute kommt man her, um zu schauen und zu staunen. Das Klappern der Kochtöpfe mischt sich mit dem der Kastagnetten der Gnaoua-Musiker.

Selbst Skifahrer finden 72 km südlich im Hohen Atlas ein gut ausgebautes Alpin-Ressort (2.650 m - 3.273 m). Von Mitte Dezember bis April ist Wintersport möglich.

Im Sommer ist Oukaimden Startpunkt für Trekkingtouren.

Ein Highlight für Familien ist der Aqua-Fun-Park mit Piratenschiff und zahlreichen Riesenrutschen umgeben von 280 Olivenbäumen.

Royal Golf Club: Hier vergnügte sich schon Winston Churchill. Durch den verstorbenen König Hassan II, der leidenschaftlicher Golfspieler war, wurde der grüne Sport zu einem der Markenzeichen Marokkos. Auch Winston Churchill, Lloyd George und Eisenhower drehten ihre Runden. Arnaud Massy entwarf in den 20er Jahren die Anlage, die später grundlegend modernisiert wurde. Palmenwälder säumen Fairways, dazwischen Zypressen, Eukalyptus, Oliven, Orangen- und Aprikosenbäume.

Zahlreiche Hollywood-Stars gehören zu den Gästen der schillernden Königsstadt. Mit etwas Glück begegnet man einem von ihnen im Restaurant oder beim Stadtbummel. Schon 1956 drehte Alfred Hitchcock hier den Film „Der Mann, der zu viel wusste“.

Zahlreiche Großveranstaltungen und Festivals locken internationale Gäste rund um das Jahr wie Golfturniere, der Marrakesch-Marathon im Januar, das „Festival der Volkskünste“ im Juli oder das „internationale Filmfestival“ im November.

Ausflüge ab Marrakesch

Ein Aufenthalt in Marrakesch lässt sich gut mit Ausflügen in die reizvolle Umgebung verbinden, insbesondere zur weltberühmten „Straße der Kasbahs“. Nur ca. 60 km sind es ins wildromantische Flusstal des Ourika mit seinen verstreuten Lehmziegeldörfern und fruchtbaren Terrassenkulturen. 2 - 3 Autostunden dauert die Fahrt zu den 110 m hohen Wasserfällen Cascades d‘Ouzoud, nordöstlich von Marrakesch.

Ein Paradies für Bergwanderer ist die eindrucksvolle Landschaft des Nationalparks Toubkal. Der Djebel Toubkal, ist mit 4.167m der höchste Berg der Atlasländer. In dem 38.000 ha großen Nationalpark um Marokkos höchsten Berg wachsen die ältesten Eichen und Thujen des Landes. Hier begegnet man seltenen Tieren und Pflanzen und 5.000 Jahre alten Felsgravuren.

Zeitgleich mit dem Bahia-Palast wurde ein anderer Palast errichtet, der heute das Volkskunstmuseum Dar Si Said beherbergt, die größte Sammlung von Berber-Kunsthandwerk in Marokko. Neben Holzschnitzerei, Silber-, Messing- und Kupferarbeiten, Keramik und Teppichen, kann man hier einen traditionellen Festsaal mit Hochzeitsthron und Festkleidung bewundern.

Die nächste Sehenswürdigkeit ist nur zu Fuß erreichbar, denn sie liegt inmitten der nördlichen Medina: die Medersa Ben Youssef, Marokkos größte ehemalige Hochschule. Im 14. Jahr hundert von den Meriniden gegründet, stieg sie unter der Herrschaft der Saadier zur größten Koranschule des Landes auf. 900 Schüler sollen hier gleichzeitig studiert und tlw. gewohnt haben. Durch einen dunklen Gang und Vorraum erreicht man den Innenhof - geblendet vom gleißenden Licht und der verschwenderischen Schönheit der Wanddekoration!

Paradiesgärten wie das Jardin Majorelle, ist eine Inseln der Frische und ein „Abbild des Paradieses!Paradiesgärten wie das Jardin Majorelle und die Menara sind Inseln der Frische und - nach Ansicht der Marokkaner - ein „Abbild des Paradieses“.

Die Palastgärten der Almohaden-Sultane und die Oasengärten der Palmeraie mit Palmen-, Zypressen- und Olivenhaine, spiegelnde Wasserflächen und duftende Bougainvillea. Matisse, Eugène Delacroix und Yves Saint-Laurent wurden hier verzaubert. Der Zaubergarten des Modezars Yves Samt Laurent Jardin Majorelle“ ist für Besucher geöffnet.

Der Palastgarten Menara wurde bereits im 12. Jh. von den Almohaden angelegt. Der Pavillon stammt aus dem 19. Jh. An warmen Sommerabenden kann man hier eine spektakuläre Sound- und Light-Show genießen.

Die Souks zwischen der Medersa Ben Youssef und dem Platz Jamaa-el-Fna reihen sich die Zunftviertel aneinander: Die Souks der Ledermacher, Schuster und Schneider, der Eisenschmiede, Holzschnitzer, Töpfer, Wollfärber und, und, und.

Sport, Wellness & Nightlife

Neben dem täglichen Spektakel der Jamaa-el-Fna und den Reizen der Souks, bietet die Königsstadt schier unbegrenzte Freizeit-Möglichkeiten wie Pool und Paragliding, Tennis und Trekking, Reiten und Rafting. Aktiv-Urlauber kommen hier auf ihre Kosten.

Stadtrundfahrt

Nach der Machtergreifung der Meriniden Mitte des 13. Jh. begann Marrakechs Stern vorüber gehend zu sinken. Fes wurde Residenz und Marrakesch verlor an Bedeutung. Erst die Saadier machten die „Perle des Südens“ 1554 wieder zu ihrer Residenz. Mit Karawanenhandel und „Gold aus Timbuktu“ stieg Marrakech erneut zur glänzenden Metropole auf. Aus dieser Zeit stammen die gewaltigen Ruinen des Badi-Palastes und die herrlichen Königsgräber.

Die Herrscher der nun folgenden Alaouiten-Dynastie gaben wiederum Fes den Vorzug und fortan stand Marrakech im Schatten der nördlichen Königsstädte. Bis zur Unabhängigkeit Marokkos (1956) beherrschte der Pascha von Marrakech, El Glaoui, auch „der Löwe des Atlas“ genannt, die Stadt und weite Teile des Südens. Die von ihm unterstützten französischen Beamten ließen hier die schönste Protektoratsstadt des Maghreb entstehen.

Heute sorgen Handwerk und Handel, Kongresse, Filmindustrie und Fremdenverkehr für eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Die glanzvolle Geschichte der Stadt ist in den Häusern und Palästen der Altstadt noch immer gegenwärtig. Viele von ihnen wurden in den vergangenen Jahren in zauberhafte Hotels, individuelle Riads, umgewandelt.

Am besten mit Pferdekutschen

Marrakesch, Kutschen-Warteplatz am Jamaa El Fna, Foto: FVAZentrale Halteplätze sind am Platz Djemaa-el-Fna oder vor dem Koutoubia-Eingang. Hier beginnt die Rundfahrt. Entdecken Sie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Königsstadt.

Der erste Halt sind die maurischen Saadier Gräber, die in ihrer prachtvollen Ausgestaltung an die spanische Alhambra erinnern.

Der nächste Stop ist das Palais de la Bahia, ein eindrucksvolles Beispiel für orientalische Prachtentfaltung des 19. Jahrhundert. Zauberhaft die üppig bepflanzten Innenhöfe die Majolika-Kacheln und Schnitzereien aus Zedernholz. Hier residierte der Großwesir und später der französische Gouverneur. …