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Familienreise durch Südmarokko - 4. Tag Zagora

Seite 5 von 10: 4. Tag Zagora

4. Tag Zagora

Familienreise durch Südmarokko, Kasbah Ait Benhaddou

Kasbah Ait Benhaddou-Kasbah Ait Benhaddou

Um wieder weg zu sein, bevor die Touristenbusse kommen, stehen wir früh auf und machen uns auf den Weg zur Kasbah Ait Benhaddou. Sie liegt auf der anderen Seite des Flusses, den wir trockenen Fußes über Sandsäcke springend überqueren. Die Burganlage aus Stampflehm ragt in den wolkenlosen Himmel, ein verschachtelter Komplex aus Häusern, Türmen und Gassen. Innen ist es dunkel und angenehm kühl. Wir laufen durch das alte Gemäuer, machen Abstecher in die kleinen Läden mit Berberketten, Tüchern, Ammoniten und schauen den Malern über die Schulter. Die haben es Vincent und Leon angetan: Sie brennen mit der Lupe Bilder auf ein Holzbrettchen; die Sonne ist so stark, dass die gebündelten Strahlen hinter dem Glas das Holz sofort verbrennen. Wie mit dem Bleistift mal der Künstler mit der Lupe Bilder. Ein anderer zeichnet mit einer wässrigen Safranlösung blassgelbe Konturen der Kasbah auf ein Blatt Papier und hält es über eine Gasflamme. Nach einigen Sekunden wird die Zeichnung braun - ein toller Effekt. Wir steigen ganz nach oben auf den Hügel. Die Aussicht ist grandios: Die schnee-bedeckten Gipfel des Hohen Atlas in der Ferne, Dattelpalmen und Kasbahs, weites Land, rote Erde. Die Kinder haben schnell genug vom Rundgang durch die Kasbah; zu heiß brennt die Sonne schon, und sooo interessant ist es dann auch nicht. Also setzen wir uns ins Auto und fahren weiter nach Süden, unser Ziel ist Zagora. Die Fahrt geht durch das Draa-Tal, eine Oasenstrecke entlang des Flusses Dra.  Die Straße ist gut, wir schaffen die 200 km in nur etwa 3 Stunden. Zagora liegt am Ufer des Draa inmitten einer Dattelpalmenoase, die letzte größere Stadt vor der Wüste. Wir finden unser Hotel Sirocco ohne Probleme. Eine charmante Kasbahanlage mit Türmen links und rechts, einem schönen großen Pool, umrahmt von Dattelpalmen, einer Bar und Liegestühlen zum Ausruhen. Ein wunderbarer Ruhepol, den wir heute nicht mehr verlassen.

5. Tag M´hamid
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