Medikamente zur Behandlung von Covid-19

Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 (Foto: volodymyr hryshchenko m1Hq4ibP9rc unsplash.com)

Marokko leidet nicht unter einem Mangel an Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 von barlamane.com

Sollten wir angesichts des jüngsten Anstiegs der Fälle von Covid-19 und des Ansturms von Bürgern auf Apotheken einen Mangel an Medikamenten befürchten?

Einige sprechen von einem Mangel an Produkten wie Vitamin C. Für Fachleute handelt es sich eher um Störungen in der globalen Lieferkette, die sich auf die Lagerbestände bestimmter importierter Arzneimittel auswirken. Die Vizepräsidentin der Pharma 5-Labors, Myriam Lahlou-Filali, betonte, dass dies „falsche Informationen“ seien, und stellte fest, dass Marokko nicht unter einem Mangel an Arzneimitteln zur Behandlung von Covid- 19 im Königreich leidet. Sie führte als Beispiel Medikamente wie Azithromycin, Chloroquin, Paracetamol und Omeprazol an, die lokal von mehreren nationalen Laboratorien hergestellt werden.

Abdelmounaim Belalia, Experte am marokkanischen Institut für strategische Intelligenz (Institut marocain d’intelligence stratégique IMIS) stellte fest, dass es sich bei den Engpässen lediglich um bestimmte Import-Produkte handelt, da die globale Logistikkette weiter gestört ist und Lieferungen bevorzugt an reiche Länder mit großen Märkten gehen.

Sie erklärte, dass man in Zeiten der Pandemie und des Drucks auf die globalen Lieferketten generell mit Störungen rechnen sollte. Aus diesem Grund ist es wichtig, mehr zuverlässige Bezugsquellen ausfindig zu machen. Es kommt dazu, dass es oft schwierig ist, die Verfügbarkeit eines Produkts oder Arzneimittels mit dessen Liefer-Zuverlässigkeit in Einklang zu bringen, um die erforderlichen Standards zu erfüllen

Für Herrn Belalia sind die Kits für PCR-Tests ein gutes Beispiel und zeigen gleichzeitig die Rolle der marokkanischen Industrie, die im Krisenkontext eine zuverlässige Quelle für die Erfüllung nationaler Bedürfnisse darstellt.

Die Herstellung dieser Kits in Marokko durch ein marokkanisches Start-up sei ein Beispiel, das bei der Pharmaindustrie gefördert werden müsse. Bei Arzneimitteln zur Behandlung von Coronaviren ist die Präsenz marokkanischer Tochtergesellschaften globaler multinationaler Unternehmen heute ein strategischer Vorteil. Langfristig sollte es jedoch darum gehen, die Entwicklung einer echten Industrie zu fördern. In gleicher Weise gab der Präsident des marokkanischen Verbandes der pharmazeutischen Industrie AMIP, Ali Sedrati, an, dass der Sektor in Marokko seine Anstrengungen zur Sicherung der Marktversorgung verdoppelt habe sowohl für Covid-19-Behandlungen als für andere Pathologien.

Das gesamte pharmazeutische Ökosystem (Industrien, Großhändler, Apotheker) habe seine Aktivitäten während der gesamten Gesundheitskrise aufrecht erhalten, um den Bürgern einen kontinuierlichen Zugang zu Arzneimitteln zu gewährleisten, betonte er und ergänzte, dass das anhaltende Engagement aller Akteure des Sektors es Marokko zweifellos ermöglicht hat, einen Mangel an Arzneimitteln zu vermeiden.


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