Genieße den Augenblick und verliere die nächsten Schritte nicht aus dem Blick

Fuchs Igel BS unsplash200Es wird erzählt, und nur Allah kennt die Wahrheit, dass in einem Wald, weit weg von den Menschen, lebten einmal zwei Freunde, ein Igel und ein Fuchs. Eines Tages lief der Fuchs wild und hungrig herum und schlug seinem kleinen Freund vor, zum Waldrand zu gehen. "Ich habe gehört, dass es dort ...

Wer bin ich? eine Frage die ...
Eberhard Sahara Person200Wer bin ich, das ist eine wichtige Frage, die uns jeden Tag umgibt und unsere Identität betrifft. Meine Identität ist nicht, was in meinem Ausweis steht, sondern mein kultureller, religiöser und traditioneller Hintergrund. Unsere Identität besteht auch aus unserer Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Sprache, Gruppe oder zu einem bestimmten Beruf, ...
Deutschunterricht in Marokko

IDV Magazin Unterricht am Institut LIAL copyright  LIAL Institut 02Berufsbezogener Deutschunterricht an Sprachinstituten in Marokko - Wie gehen wir mit den neuen Herausforderungen um? Neue Perspektiven und Herausforderungen für Deutsch als Fremdsprache in Marokko: Fachkräfteausbildung und Qualifikation der Lehrkräfte. ...

Covid-19-App "Wiqaytna"

Wi9aytnaDie Covid-19-App „Wiqaytna“ wurde am Montag bei Google Play und im App Store gestartet. Die App informiert Sie darüber, ob Sie in den letzten 21 Tagen in der Nähe einer mit Corona infizierten Person waren. In so einem Fall führen die Teams des Gesundheitsministeriums ...

Mohammed Ibn Nasir

Sidi Mohammed ibn Nasir war ein marokkanischer Sufi und Gründer des Sufi-Orden Naciria von Tamegroute. Ibn Nasir war Theologe, Gelehrter und Arzt, der sich besonders für psychische Störungen interessierte. Er schrieb mehrere Werke über die Islamische Rechtswissenschaft, einige Gedichte ...

Das sind die gefährlichen Orte in Düsseldorf!

Ellerstrasse200Die AfD-Anfrage zielt auf Angstmacherei und Stigmatisierung. Es wird ein unreflektierter AfD-Vokabular übernommen, das nicht nur tendenziös ist, sondern auch zu einem anderen Ergebnis führen soll. Die Zusammenführung der Begriffe „gefährlich“ und „verrufen“ ist irreführend, …

Muslime sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst

Samy CharchiraInterview mit Samy Charchira zum Thema Fastenbrechen und Corona oder auch „Muslime sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst“. Samy Charchira ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück und promoviert zur Frage der Professionalisierung und Integration ...

Reservevermögen ist offizielles Benchmark-Indikator
bank al maghrib LogoDie Bank Al-Maghrib verwendet das offizielle Reservevermögen als einzigen Referenzindikator für Devisenreserven. Ziel der Zentralbank ist es, eine bessere Überwachung der Devisenreserven sicherzustellen, wie dies bei internationalen Best Practices in diesem Bereich der Fall ist. In den verschiedenen BAM-Veröffentlichungen wird ab sofort ...
Ein Diktat für alle Marokkaner weltweit

la dictee geanteAn Sonntag, dem 17. Mai, um 16:30 Uhr, organisiert Awacer TV vom Rat der marokkanischen Gemeinschaft im Ausland (CCME) in Zusammenarbeit mit Rachid Santaki das Riesendiktat #chezvous zugunsten aller Marokkaner der Welt. ...

Marokkos bedrohte Oasen

PalmenoaseMarokkos bedrohte Oasen: "Die Oase ist eigentlich ein Paradies" sagt Halim Sbai, der in der marokkanischen Oasenstadt M'Hamid El Ghizlane lebt. Die Betonung liegt auf "eigentlich". Denn Menschen wie Halim kämpfen verzweifelt um das Überleben ihrer Region.

Über den marokkanischen Dokumentarfilm "Stille Zellen"

Stille ZellenDie letzten drei Filme des deutsch-marokkanischen Regisseurs und Journalisten Mohamed Nabil tragen den Namen „Stille Zellen“. Diese Stille ist jedoch nicht das einzige ausdrucksstarke filmische Instrument, mit dem der Regisseur das Bild einer Welt hinter Gefängnismauern zeigt.

Oxford Businessgroup: Bericht Marokko 2020

Oxford Businessgroup MarokkoMarokkos Wirtschaft ist bereit ihren Weg des Wirtschaftswachstums fortzusetzen. Obwohl Schätzungen des IWF zufolge, die jährlichen Wachstumsrate im Jahr 2024 4,5% erreichen werden, muss weiterhin sichergestellt werden, dass sich das BIP-Wachstum in allen Bevölkerungsgruppen in einer Verbesserung der Bedingungen niederschlägt.

Zweite Phase der Dirham-Flexibilisierung

DirhamDie zweite Phase der begonnenen Reform des Wechselkurses, zielt darauf ab, die von der Bank Al-Maghrib (BAM) eingerichteten Mechanismen und Vorschriften zu perfektionieren, um das ordnungsgemäße Funktionieren dieses Prozesses zu ermöglichen.

EU und Marokko unterzeichnen Abkommen

eu maZwei Kooperationsabkommen im akademischen Bereich und die Ausbildung von Diplomaten in Brügge unterzeichnet. Ziel ist es, Maßnahmen für die Ausbildung von Diplomaten. ...

Humor-Festival Marrakech

Marrraakech RireDas Marrakech „Humor-Festival“, das bei internationalen Kunstveranstaltungen einen hohen Stellenwert einnimmt, kehrt zu seiner zehnten Ausgabe zurück. ...

Filmfestivals Al Hoceima

HoceimaFilmDie Fondation Rif für Kultur und Kino organisiert vom 7. bis 12. April die 3. Auflage des Internationalen Filmfestivals Al Hoceima. ...

Internationales Filmfestival Marrakesch

MarrakechFilmDie Stadt Marrakesch bereitet sich darauf vor, vom 29. November bis zum 7. Dezember 2020 die 18. Ausgabe des Marrakech International Film Festival (FIFM) auszurichten. ...

Arbeitsbesuch in Souss-Massa

Im Rahmen eines Arbeitsbesuches, wollen junge „Soussi“ von den Erfahrungen der deutschen Partner lernen.

Unternehmerinnen Marokkos gründen Vereinigung

Die Vereinigung der Unternehmerinnen von Marokko (AFEM) wurde gegründet. Leila Doukali plant, AFEM zu einer starken Organisation zu machen, ...

Couscous mit Rosinen und Zwiebeln

Couscous 01Den Couscous in eine offene Schale geben und mit Wasser übergießen. Das überstehende Wasser abfließen lassen, die Schale mit einem Tuch abdecken und für etwa 30 Min. ruhen lassen. In der Zwischenzeit werden die Hähnchenkeulen kurz angebraten. Ein Topf auf kleiner Flamme wird vorbereitet, um die Hähnchen mit einer Gewürzkombination aus Ingwerpulver, ...

   

Um den Anforderungen des Arbeitsmarktes im Nachkriegsdeutschland gerecht zu werden und das deutsche „Wirtschaftswunder“ aufrechtzuerhalten, unterzeichneten die Bundesregierung und die Regierung des König-reiches Marokko am 21.05.1963 das deutsch-marokkanische Anwerbeabkommen über die „vorübergehende Beschäftigung marokkanischer Arbeit-nehmer in der Bundesrepublik Deutschland“.

Seither sind viele Männer und Frauen aus Marokko nach Deutschland gekommen und haben hier ihre neue Heimat gefunden. Sie leben hier bereits in der dritten und vierten Generation und sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft.

Mit dem deutsch-marokkanischen Anwerbeabkommen bekundete die damalige Bundesregierung die feste Absicht. marokkanische Hilfs- bzw. Fach-arbeiter in deutschen Betrieben anzulernen, weiterzubilden und zu qualifizie-ren, um somit einen entwicklungspolitischen Beitrag zum Aufbau des nordafrikanischen Landes beizusteuern. Daher wird dieses Anwerbeabkommen, dessen Unterzeichnung sich nun zum 50ten Mal jährt, nicht selten als der Beginn einer marokkanischen Einwanderung nach Deutschland verstanden. Tatsächlich aber liegen die Anfänge der marokkanischen Migration nach Deutschland viel weiter zurück.

ANWERBEVEREINBARUNG ALS STEUERUNGSINSTRUMENT

Lange vor der offiziellen Anwerbung haben bereits viele Marokkanerinnen und Marokkaner in Deutschland Fuß gefasst und in der heimischen Industrie gearbeitet. Über verschiedene Einreisemöglichkeiten sind sie nach Deutschland gekommen und waren hier willkommene Arbeitskräfte. Viele deutsche Bergbaubetriebe sahen in ihnen eine geeignete Möglichkeit, den Rückgang der Unter-Tage-Arbeiter zu stoppen und den entstandenen Bedarf langfristig zu decken - zu Recht, denn die marokkanischen Arbeiterinnen und Arbeiter bewiesen eine gewisse Kontinuität hinsichtlich ihrer Betriebszugehörigkeit.

Im Zuge des allgemeinen Arbeitskräftemangels in Deutschland begangen die marokkanischen Arbeiterinnen und Arbeiter dann ihren Verwandten, Freunden und Stammesangehörigen Arbeitsverträge im Baugewerbe sowie in der Eisen-, Stahl-, Chemie- und Textilindustrie zu vermitteln. Lange vor dem deutsch-marokkanischen Anwerbeabkommen entstand somit die ersten größeren marokkanischen „Gastarbeiter-Communities“ in Deutschland. Ihre rechtliche und gesellschaftliche Einordnung suchte die damalige Bundesregierung in den vertraglichen Bestimmungen des deutsch-marokkanischen Anwerbeabkommens. Sie sollten von vorne herein die Funktion eines Steuerungsinstruments haben, insbesondere für die bereits einsetzenden Migrationsströmungen marokkanischer Arbeiter nach Deutschland.

Mit diesem Abkommen wurden hier interessanterweise wenige neue Migrationsprozesse angebahnt. Vielmehr folgte das Abkommen einer längst begründeten Arbeitsmigration aus Marokko. Diese Tatsache verdeutlichte noch einmal die Ausnahmeerscheinung des Anwerbestaates Marokko unter den Anwerbeländern in Deutschland.

MIGRATION DURCH ANWERBESTOPP

Angesichts der Situation auf dem Arbeitsmarkt und der sich abzeichnenden Wirtschafts- und Energiekrise, verhing Deutschland am 23. November 1973 den sogenannten „Anwerbestopp“.

Demzufolge konnten auch Marokkanerinnen und Marokkaner nicht mehr zur Arbeitsaufnahme nach Deutschland einreisen!

Viele erkannten, dass durch die Einreisesperre und dem Anwerbestopp die Zeiten, in denen sie zwischen alter und neuer Heimat hin und her pendelten, endgültig vorbei waren. Viele entschieden sich für eine dauerhafte Niederlassung in Deutschland und fürchteten sich zugleich davor von ihren Angehörigen getrennt zu werden. Also begannen sie ihre Familien nachzuholen und begründeten somit die zweite Etappe marokkanischer Einwanderung nach Deutschland, nämlich die der „Familienzusammenführung“.

FOLGEN DER ANWERBUNG FÜR MAROKKO

Die Anwerbung marokkanischer Arbeitskräfte in die europäische Wirtschaft leistete in der Vergangenheit einen entscheidenden Beitrag zur Entschärfung der politischen Verhältnisse in Marokko, das erst im Jahre 1956 von Frankreich und Spanien unabhängig wurde. Aber vor allem ging seither und bis heute ein beachtlicher Teil der marokkanischen Ökonomie, des Bruttonlandproduktes und der wirtschaftlichen Dynamik auf die marokkanischen Auslandsgemeinschaften zurück.

Die alljährlichen finanziellen Rückführungen der Auslandsmarokkaner haben entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung Marokkos beigetragen und machen heute noch einen wesentlichen Teil des Staatshaushaltes aus. Allein im Jahre 2008 haben Marokkanerinnen und Marokkaner mehr als 7 Milliarden US-Dollar nach Marokko transferiert. Das ist mehr als das was der marokkanische Staat aus der Förderung des Rohstoffes Phosphat, der bisher staatlichen Haupteinnahmequelle (Marokko ist weltweit Phosphat-Exporteur Nr. 1), aus dem Tourismus oder aus der Landwirtschaft einnimmt.

MAROKKANER IN DEUTSCHLAND

Weit mehr als 3 Millionen Menschen marokkanischer Herkunft leben in Europa, das sind etwa 10 % der gesamten marokkanischen Bevölkerung. Die meisten von ihnen haben sich in Europa niedergelassen und stellen, nach den Türken, die zweitgrößte Migrantengruppe in Europa dar. Marokkanerinnen und Marokkaner verzeichnen in Deutschland sehr hohe Einbürgerungsquoten. Die marokkanische Community in Deutschland zählt heute etwa 150.000 Menschen, mehr als 85 % leben in NRW und Hessen und etwa die Hälfte verteilt sich auf ca. zehn Großstädte, wo sie eine relativ große Rolle spielt.

Die Community ist präsent, aktiv, äußerst jung und fest verortet - und sie ist in einem ständigen Wandel. Heute verzeichnet die marokkanische Gemeinde in Deutschland ihre dritte Migrationsetappe, nämlich die der Studenten. Insbesondere für technische Studienfächer ist Deutschland ein beliebtes Einreiseland für marokkanische Studentinnen und Studenten geworden. Nach Angaben des Ministeriums für die im Ausland lebenden Marokkaner in Rabat leben bereits ca. 10.000 marokkanische Studenten in Deutschland.

Diese studentische Migrationsstörung aus Marokko verändert die marokkanische Community in Deutschland maßgeblich und nachhaltig. Sie hebt den Bildungs- und Leistungsstand der Community entscheidend und löst eine innermarokkanische Bildungsdynamik, von der insbesondere Marokkanerinnen und Marokkaner der dritten und vierten Generation stark profitieren können.

Autor :Samy Charchira

Samy Charchira ist Sozialpädagoge und Mitglied des Landesvorstandes des paritätischen Wohlfahrtsverbands NRW. Er ist Sachverständiger für islamische Wohlfahrtsarbeit bei der Deutschen Islamkonferenz und Mitglied der Steuerungsgruppe des Zukunftsforum Islam der Bundeszentrale für politische Bildung.

Als Vorstandsmitglied gehört er den freien Träger „Düsseldorfer Wegweiser“ das sich, In Kooperation mit dem Nordrhein-westfälischen Ministerium für Inneres und Kommunales, gegen gewaltbereitem Neo-Salafismus einsetzt.

Dieser Artikel ist im Juli 2013 in der Ausgabe des Kammermagazins der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Casablanca „BILATÉRAL“ unter dem Titel „50 Jahre marokkanische Migration in Deutschland“ erschienen.

   

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