Verarbeitende Industrie erwartet Produktionsanstieg

Der Anstieg der Produktion im zweiten Quartal (Q2) 2022 wird einerseits auf einen Anstieg der Aktivität in der "Automobilindustrie" und der "Nahrungsmittelindustrie" und andererseits auf einen Rückgang der Aktivität in der "Herstellung von sonstigen nichtmetallischen Mineralprodukten" und der "Chemischen Industrie" zurückzuführen sein, erklärt das Planungskommissariat (HCP) in seiner jüngsten Mitteilung über die Ergebnisse der vierteljährlichen Konjunkturumfragen im verarbeitenden Gewerbe, im Bergbau, in der Energiewirtschaft und im Umweltsektor sowie im Baugewerbe.

 

Verarbeitende Industrie erwartet Produktionsanstieg: Foto: Gebäude des Planungskommissariats von barlamane.comIm 2. Quartal 2022 hatten mehr als die Hälfte (58%) der Unternehmen in der verarbeitenden Industrie Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen, vor allem von ausländischen Rohstoffen, so das HCP weiter. Die Lagerbestände an Rohstoffen in diesem Quartal befanden sich auf einem normalen Niveau und die Liquidität wurde von 28% der Unternehmer als "schwierig" betrachtet. In der "Nahrungs- und Genussmittelindustrie" lag dieser Anteil bei 34%.

Im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden rechnen die Unternehmen mit einem Produktionsanstieg, so das HCP, der vor allem auf eine Steigerung der Phosphatproduktion zurückzuführen ist. Bei der Zahl der Beschäftigten rechnen die Arbeitgeber in diesem Sektor mit einem leichten Rückgang.

Die Energieproduktion wird im Zeitraum Q2-2022 voraussichtlich steigen, was auf einen Anstieg im Bereich "Erzeugung und Verteilung von Strom, Gas, Dampf und Klimaanlagen" zurückzuführen ist. Die Beschäftigung wird voraussichtlich sinken.

Für das gleiche Quartal erwarten die Unternehmen der Umweltindustrie eine stabile Produktion, insbesondere in der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung, sowie eine stabile Beschäftigtenzahl.

Für das erste Quartal 2022 prognostiziert das HCP eine stabile Produktion in der verarbeitenden Industrie, was auf einen Anstieg der Produktion in den Bereichen "Metallurgie", "Pharmazeutische Industrie" und "Getränkeherstellung" sowie einen Rückgang der Produktion in den Bereichen "Automobilindustrie" und "Textilherstellung" zurückzuführen ist. Die Auftragsbestände in diesem Sektor werden von den Unternehmern als normal betrachtet und die Verkaufspreise für die hergestellten Produkte sollen im ersten Quartal gestiegen sein.

Was die Beschäftigungserwartungen betrifft, so rechnen die Industrieunternehmen im Großen und Ganzen mit einer stabilen Beschäftigtenzahl. Insgesamt betrug die Kapazitätsauslastung in der verarbeitenden Industrie 77%.

 


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