Zum Hauptinhalt springen

Erneuter Wintereinbruch: Starker Schneefall im Hohen Atlas

In den kommenden Tagen wird im Hohen Atlas ein deutlicher Wetterumschwung erwartet. Die marokkanische Wetterbehörde warnt vor Schneefällen auf Höhenlagen über 2.000 Metern - ein spätes Winterereignis, das sowohl Verkehrsbedingungen beeinflussen als auch wichtige Wasserreserven für den Sommer sichern könnte.

 

Schneeeinbruch im hohen Atlas. Foto mit Hilfe von ChatGPT erweitertMarokko steht in den kommenden 48 Stunden vor einem spürbaren Wetterumschwung. Die Generaldirektion für Meteorologie veröffentlichte eine orangefarbene Wetterwarnung, die Schneefälle in den Gebirgsregionen des Hohen Atlas ankündigt. Erwartet werden Schneemengen zwischen 10 und 20 Zentimetern in den betroffenen Regionen. Die Niederschläge konzentrieren sich vor allem auf Höhenlagen über 2.000 Metern und betreffen hauptsächlich Berggipfel und Hochplateaus.

Die Wetterwarnung gilt insbesondere für mehrere wichtige Gebirgsprovinzen im Süden und im Zentrum des Landes. Besonders betroffen sind laut Behörden die Provinzen Ouarzazate, Tinghir, Al Haouz und Azilal. Für Verkehrsteilnehmer, die Hochgebirgspässe überqueren, wird erhöhte Vorsicht empfohlen. Mit Beginn der Schneefälle könnten sich die Straßenverhältnisse schnell verschlechtern. Die Einstufung als orangefarbene Warnung deutet auf bedeutende Niederschläge hin. Obwohl die Schneefälle hauptsächlich die Hochlagen betreffen, kann es auch in den umliegenden Tälern zu einem spürbaren Temperaturrückgang kommen. In den Bergregionen werden zudem Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, insbesondere für Viehhaltung und lokale Infrastruktur.

Wichtig für Wasserreserven

Neben möglichen logistischen Einschränkungen gelten die Schneefälle auch als wichtige Wasserquelle für mehrere Flusseinzugsgebiete. Besonders relevant sind sie für die Becken von Tensift und Oum Er-Rbia, die in der warmen Jahreszeit eine zentrale Rolle für die Wasserversorgung spielen.

Die Generaldirektion für Meteorologie beobachtet weiterhin die Entwicklung der vom Atlantik kommenden Luftmassen. Die Bevölkerung wird gebeten, offizielle Informationskanäle zu verfolgen, solange das Wetterereignis andauert. Durch die Mobilisierung ihrer Beobachtungsdienste stellt die Behörde sicher, dass aktuelle meteorologische Daten kontinuierlich an die zuständigen Provinzbehörden übermittelt werden, um gegebenenfalls schnelle Maßnahmen vor Ort zu ermöglichen.

Der erneute Schneefall auf den Gipfeln des Atlas bestätigt zugleich die klimatische Variabilität dieses Jahres - und bringt den Gebirgsregionen eine späte, aber wertvolle winterliche Wasserreserve.