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Durch die königliche Initiative für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Orientals (2003) sind große Infrastrukturprojekte in Gang gesetzt worden. Nachdem die Region lange zugunsten der Entscheidungszentren und traditionellen Tourismuszielen vernachlässigt wurde, befindet sie sich heute in einer großen Umbruchs- und Aufbauphase. Großflächige Bauarbeiten im Transportsektor erlauben eine bessere Anbindung der Region; der Bau von Technologie- und Industriezentren kurbeln Wettbewerbsfähigkeit der Region an. Diese massiven Infrastrukturprojekte ebnen den Weg für private Investitionen, die in den nächsten Jahren erwartet werden.
Verkehr / Transport
Große Infrastrukturmaßnahmen werden zurzeit sowohl am Straßen- und im Eisenbahnnetz aber auch an Flughäfen durchgeführt, um modernen Reise- und Transportanforderungen zu genügen.
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Die Mittelmeer-Küstenstraße verbindet die Wirtschaftspole Tanger - Tetouan mit der Region Berkane - Oujda; sie ist bereits nahezu fertig gestellt worden. Sie trägt erheblich zur touristischen Erschließung der Region bei, insbesondere in Nador und Saïdia. Nach endgültiger Fertigstellung der Straße im Jahre 2009 wird Oujda nur noch viereinhalb Autostunden von Tanger entfernt sein. Diese staatliche Investition spielt eine Schlüsselrolle für die Erschließung noch unberührter Strände.
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Die 320 km lange Autobahn Fès - Oujda wird 2010 fertig gestellt sein. Der Staat investiert mehr als 850 Millionen € in dieses Projekt, welches die Fahrzeit zwischen den beiden Städten auf zweieinhalb Stunden verkürzt. Hierdurch wird die Vermarktung von Industrieprodukten und Lebensmitteln in Richtung der Atlantikküste erheblich vereinfacht.
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Der Flughafen von Oujda - Angdad wird mit einem Budget von 60 Millionen € ausgebaut (neuer Flugparkplatz und neue Landepiste), um der erhöhten Anzahl an Touristen, die durch den Bau des Tourismuskomplexes in Saïdia erwartet werden, gerecht zu werden. Die Zahl der Passagiere dieses Flughafens wird von heute 500.000 pro Jahr auf 2 Millionen in 2010 steigen.
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Die Bahnverbindung zwischen Nador und Taourirt (210 Millionen €) wird den Hafen von Nador (Beni Nsar) mit dem gesamten Bahnnetzwerk des Landes verbinden (117 km). Diese Verbindung wird die Eisen abbauende „Société Nationale de Sidérurgie“ (SONASID) anbinden und ihr erlauben, ihre Produkte besser zu vermarkten. Auch Minenbau- und landwirtschaftliche Produkte können besser vermarktet werden. Laut der marokkanischen Bahngesellschaft ONCF wird diese Verbindung den Transport von 1,6 Millionen Tonnen an Waren sowie 400.000 Passagieren jährlich ermöglichen.
Technologie
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Vor kurzem wurde der Bau einer Anlage für Thermosolar-Energie mit einer Produktionskapazität von 470 Megawatt in Aïn Beni Mathar (Provinz Jerada, 86 km südlich von Oujda) begonnen. Das Projekt wird von der spanischen Gesellschaft „Abengoa“ geleitet und soll die ständige Stromversorgung garantieren.
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„MedEst“, das Industrieentwicklungsprogramm Orientals, setzt den Schwerpunkt auf die Landwirtschaft in Berkane (Boughriba-Park), Offshoring (z.B. Call Center) und Logistik in Oujda, sowie auf die Erweiterung des Hafens von Nador und seiner Freihandelszone in Selouane, nur wenige Kilometer von Nador entfernt. Um den Industriepark von Selouane attraktiver zu gestalten, wurde Mitte April 2008 ein Abkommen zwischen dem Industrieministerium, der „Agence de l’Oriental“, der Handelskammer Nador, der Provinz Nador und „Med-Z“ geschlossen. Es wird erwartet, dass der Park auf einer Fläche von 142 Hektar Investitionen in Höhe von 410 Millionen € anlocken wird.
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Der Technopark Oujda wird langfristig eine Fläche von 800 Hektar einnehmen. In der ersten Phase ist er zunächst auf 250 Hektar angelegt, um den Sektor des Offshoring zu entwickeln. Die französische Firma „SQLI“, Anbieter von e-business-Leistungen, ist schon vor Ort und plant hier in drei bis vier Jahren einen Mitarbeiterstamm von 500 Ingenieuren und Internetspezialisten aufzubauen. Ein neuer Technologiecampus der Universität Oujda befindet sich derzeit im Aufbau. Die Firmen, die sich im Technopark ansiedeln, können von der massiven Präsenz von Forschern und qualifizierten Studenten profitieren.
Ausbildung
- Eine medizinische Fakultät wird demnächst in Oujda eröffnet.
- Ein Universitätskrankenhaus wurde vor kurzem fertig gestellt.
Ansprechpartner
http://www.gtz.de/de/weltweit/maghreb-naher-osten/677.htm
Der Großteil der oben stehenden Informationen wurde dem Artikel „Région: les grands chantiers de l’Oriental“ aus der Zeitschrift Conjoncture, N°895 (Juli-August 2008) entnommen. Wir haben diese Informationen umgestellt, übersetzt und mit einem neuen Layout versehen. Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an:
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